Ich höre ihn ganz deutlich, den Ruf meiner Stille in mir. Vielleicht war es ja die Stille in mir, die den Menschen Nikola dazu brachte WhatsApp zu löschen und auf einen minimalen Standard von digitaler Präsenz zurückzurudern. Mir fällt auf, wie oft mein Mann sein Handy in die Hand nimmt und Nachrichten checkt und das, obwohl er derjenige war, der viel weniger bekam und ihn das trotzdem viel mehr nervte als mich. Die Nachrichten, die er erhält, sind meist nicht wirklich relevant, gelegentlich zwar witzig aber fast immer in der Kategorie „nicht lebensverändernd“ oder „voll entbehrlich“ und somit immer irgendwie zeitraubend.

Der Ruf meiner Stille in mir ist in den letzten Monaten immer lauter geworden. Schon so vieles habe ich mit voller Begeisterung und Enthusiasmus für mich erfahren dürfen: Yoga lernen, dann unterrichten und in Folge sogar noch Yogalehrer ausbilden. Den Yoga in seiner tiefsten und direktesten Art in Form des Geistigen Heilens nach der amazinGRACE-Methode erfahren und weitergeben, ein Buch schreiben und veröffentlichen und immer wieder Menschen auf ihrem Weg zu sich selbst begleiten dürfen ist für mich die Krönung von all dem, das mir bewusst in den letzten 15 Jahren passiert ist. Und nun?

Nun ruft meine Stille in mir immer lauter und ich gebe mich ihr hin…

Ich übe weiter Yoga. Ich schreibe weiter an meinen Büchern und irgendwann veröffentliche ich sie auch. Immer wenn mich ein Mensch auserkohren hat mir sein Vertrauen zu schenken um ihn in sein Glück zu begleiten, werde ich da sein. Eigentlich ändere ich nichts… denn mein Tun samt seiner Wirkung spricht für sich. Was sich ändern wird ist, dass ich mich dem Ruf meiner Stille in mir noch mehr hingeben werde.

Was sich ändert ist noch mehr Absichtslosigkeit in meinem beruflichen Tun. Ich helfe, wenn Hilfe gewünscht ist und nicht um Erfolg zu haben, mehr Geld zu verdienen oder bekannter zu werden. Ich schreibe meine Bücher, weil ein innerer Drang zum Schreiben da ist, dem ich nachgebe, gleich, ob und wann mein Buch veröffentlicht wird und wie viele Exemplare verkauft werden.

Ich fühlte mich zunehmend durch den Sog des „Yeahhh – auch du kannst Erfolg haben, soviel du nur magst“ gegängelt und gedrängt, der einem überall (digital und analog) entgegen prallt.

Ich danke meiner Intuition für ihre Mitteilungen und mir für mein über die Jahre entwickeltes Vertrauen in meine Intuition. Sie ist meine verlässlichste Beraterin und immer auf mein Wohlbefinden und Glück bedacht. Und so wird es die nächste Zeit noch stiller um mich… Ich bin nicht weg… aber es wird noch stiller um mich.

Ich begrüße mich in meiner Freiheit.

Herzliche Grüße

Nikola Knecht

Bildquelle: PixaBay