Ist es mein „Ding“, Klienten, die mich finden, auf ihren Weg in ihr Glück zu begleiten, so gilt das Gleich für mich selbst. All das, was ich meinen Klienten mit auf den Weg gebe, übe, tue, berücksichtige, achte ich auch für mich selbst. Ganz ehrlich? DAS IST ANSTRENGEND… aber es wird, wie alles mit Übung, die zur Routine wird, immer leichter.

All meine Hilfetechniken, Wahrnehmungsübungen usw. haben nur einen einzigen Zweck: einen inneren Raum in sich zu erschaffen, der einem die Handlungen ermöglicht, damit wir eigenverantwortlich und somit frei leben können. Frei heißt für mich,nicht nach anerzogenen Dogmen und Prägungen Entscheidungen für mich selbst zu treffen.

Inzwischen habe ich wohl über Hundert Menschen begleitet und fast alle entdecken während meiner Begleitung, wie sehr sie von Glaubenssätzen aus ihrer Familie, gepaart mit Religion und Politik geprägt sind. Das ist nicht neu und jeder guter Therapeut sollte das seinen Klienten aufzeigen können. Die Besonderheit, die für mich einen wirklich guten Begleiter ausmacht ist, dass es ihm gelingen sollte dem Klienten seinen vertrauensvollen inneren Raum in sich aufzeigen zu können, der FREI von diesen Dogmen/Prägungen ist.

Und dieser innere Raum ist nicht über den Verstand, sondern nur über die Emotion zu erreichen.

Wenn es dann gelingt, sich damit und nicht mehr mit den Dogmen im Verstand zu identifizieren, dann erlebt man eine essenzielle Veränderung in sich selbst und somit für sich und das ganze Sein, also dem eigenen Leben in allen Bereichen.

Wenn man es ganz genau betrachtet, dann sind die Prägungen/Dogmen immer etwas, das mit Angst zu tun hat. Angst der sozialen Gruppe nicht zu entsprechen, Angst dann alleine zu sein, Angst jemanden zu enttäuschen oder gar zu verärgern, Angst Ablehnung zu erfahren usw. Alle Entscheidungen aus dem Intellekt, die Einfluss in unsere tiefe emotionale Ebene haben, verdrängen unseren natürlichen Impuls zum freien, glücklichen Leben und kreieren meiner Meinung und Erfahrung nach Angst. Diese Angst ist nicht die „Todesangst“, aber stetger Tropfen höhlt den Stein und immer eine beständige kleine Prise Angst ins Hirn gestreut entfremdet uns von uns selbst.

Eigenverantwortliches Handeln und somit ein freies Sein bedeutet somit, sich so oft als möglich mit dem inneren Raum der Freiheit zu verbinden und sich damit zu identifizieren. So wandeln wir uns vom außen gemachten Schein zum inneren Sein. Oder, wir leben nach der inneren, freien Intuition und nicht nach dem Intellekt, der eine Prägung von unzähligen äußeren fremden Wahrheiten ist. Und dann…

… herzlich Willkommen in der Freiheit

Nikola Knecht

Bilderquelle: PixaBay