Geistiges Heilen ist das Zurückziehen der Sinne und Ausrichtung des Geistes

Also, jedenfalls ist das die Hauptaufgabe des Heilers beim Geistigen Heilen. Denn was ist denn Geistiges Heilen? Heilen mit der Kraft der Gedanken! Ganz einfach!

Nun ist es doch verständlich, dass, wenn ich meinen Geist nicht möglichst kontinuierlich in eine Richtung lenken kann, sich die Aufgabenerfüllung der Gedanken als etwas schwierig erweist.

Ich höre ganz oft von meinen Mandanten in der Kanzlei, aber auch von Klienten oder Freunden, dass ich so enorm strukturiert bin. Ja. Stimmt. Chaos, Unordnung und das nicht zu Ende bringen von angefangenen Sachen mag ich gar nicht. Sicherlich habe ich eine Veranlagung dazu, denn mein Sternzeichen ist Steinbock. Scheint mir also in die Wiege gelegt zu sein.

Aber mit dem schon beschriebenen Weg der Yamas, Niyamas, Asanas, Pranayama, Pratyahara, Dharana, entsteht Dhyana.

Na guuuut… nochmals für alle:

Aber mit dem schon beschriebenen Weg von der Umgang mit sich selbst, der Umgang mit anderen, gesunden Körperhaltungen, bewusster Atmung mit Energielenkung, dem zurückziehen der Sinne und der Ausrichtung des Geistes auf ein Objekt entsteht Meditation und das Aufgehen darin.

Üben wir diesen Weg, dann ist wirklich für jeden die heil- und freudbringende Struktur zu erlangen. Jaja… ich weiß schon: waaaas, ich muss das üben?!?! Geht das nicht schneller ???

Überraschung 🙂 YAP … es geht ein bisschen schneller, nämlich wenn man sich ganz bewusst und entschieden auf diesen Weg einlässt. Einfach mal den freien Willen benutzen und sich nicht von den eigenen Gedanken lenken lassen. Schwups – schon ist das Wunschleben da… Klingt komisch – ist aber so! Okay… da braucht es etwas Mut und Ausdauer, denn sich selbst als das zu erkennen, was man wirklich ist, ist ein Prozess. Aber der lohnt sich !

Wenn ich als Geistige Heilerin arbeite, dann mache ich folgendes:

Ich sammle mich und entscheide mich ganz bewusst dafür, dass ich JETZT meine ganze Ausrichtung auf das GesundSEIN dieses Klienten lenke. Dafür habe ich ein kleines Ritual gelernt, welches ich im Laufe der Zeit ein wenig meinen Bedürfnissen angepasst habe. Keine Angst – ich tanze und trommle nicht – ich schließe kurz die Augen und gedanklich formuliere ich ein paar Sätze, die immer dieselben sind. Das mag mein Gehirn und schwupps macht sich mein Tor zu tieferen Ebenen auf, die dann wirken.

Mein Meditationsobjekt ist sowohl der Klienten, aber auch die Techniken des Geistigen Heilens. Die Techniken des Geistigen Heilens lassen meinen Verstand etwas tun. Er ist beschäftigt und schweift nicht so leicht ab… Der Blödi macht das zwar schon immer noch und ich entlarve ihn immer wieder dabei, wie er darüber nachdenkt, was es heute noch zu Essen geben könnte oder dass ich nun endlich den Termin für die Autoinspektion ausmachen muss… Inzwischen ist er aber soweit geschult, dass dies nicht mehr so oft vorkommt und er seine ihm von mir übertragenen Aufgaben meist sehr bereitwillig erfüllt.

Ich nutze den bewussten Atem um die Energie gezielt beim Klienten zu lenken, nein besser – zu verstärken. Ich entscheide nämlich nicht wohin die Energie beim Klienten zu fließen hat. Das Körper-Geist-Seele System des Klienten ist viel viel schlauer als ich und regelt das von selbst. Ich mische mich da nicht ein, ich stelle nur zur Verfügung. Immer wieder bin ich erstaunt, wie gezielt eingesetztes Pranayama die energetische Heilarbeit intensiviert. Sogar spürbar für die Klienten.

Durch das Zurückziehen meiner Sinne, meine gedankliche Ausrichtung auf meinen Klienten und die Verstärkung der Energie durch Pranayama bin ich mitten drin im Kernstück von Yoga!

Was geschieht, wenn ich das mache? Es entsteht ein riesiges energetisch, mentales Feld mit einer Struktur der Ordnung, die NICHT von meinem Menschsein herkommt. Es kommt aus der anderen Ebene, der in der wir alle ausnahmslos miteinander verbunden sind und dieser Zustand (AllEinsSein, vollkommenes Bewusstsein, Gott oder wie immer Sie das auch nennen wollen) ist absolute Ordnung. Diese „übergeordnete“ Ordnung ist so inspirierend, liebevoll, aktivieren oder präsent, dass sich die „Unordnung“ im Körper-Geist-Seele-System des Menschen automatisch aktiviert fühlt, sich in die eigene „individuelle Ordnung“ zu bringen. Denn dafür gibt es kein Schema F oder gar einen Masterplan.

DAS ist die Aktivierung der Selbstheilungskräfte. DAS ist es, was beim Geistigen Heilen passiert.

Für den Klienten ist das sehr oft zeitgleich oder innerhalb der nächsten paar Tage dann immer bewusster zu spüren. Er macht eine Erfahrung. Er übernimmt keine vorgegebene Doktrin, welche er glauben soll, weil es ihm gelehrt oder gesagt wurde – NEIN! Der Klient macht eine eigene Erfahrung!  So bekommt er ein anderes Bewusstsein über sich selbst und DAS aktiviert die Selbstheilungskräfte zusätzlich.

Im Idealfall fallen alle anerzogenen und nicht dienlichen Prägungen und Muster ab und es offenbart sich einem das eigene, tatsächlich SEIN. Die eigene Schöpfergabe, das aus sich selbst heraus frei wählbare Gestalten des eigenen Lebens ist auf einmal präsent und kann gelebt werden!

Zu meinem großen Bedauern klappt das nicht unbedingt beim ersten Mal und manchmal klappt es auch gar nicht… Dafür gibt es Gründe, welche beim Klienten liegen und mit seinem Karma und/oder Seelenplan zu tun hat. Das werden aber einige separate Blogeinträge werden.

Das erklärt nun aber schon im Ansatz, dass es mehrere Umstände gibt, die Heilung bewirken: der Klient selbst und der Heiler und der Zeitpunkt, wann welcher Klient mit welchem Heiler zusammen kommt.

So, nun kombinieren wir mal ein bisschen die bisherigen Themen der vergangenen Blogeinträge und lassen dadurch ein Grundgerüst entstehen, warum Yoga und Geistiges Heilen eine so feine Kombination ist:

1) Die fünf Säulen des Yogas: Bewegung, Atmung, positives Denken, Ernährung und Entspannung

2) Das yogische Verständnis des Körper-Geist-Seele-Systems: 3 Körper und 5 Hüllen, welche alles samt „gemacht wurden“ und daher auch wieder „anders gemacht werden können“.

3) Die Erkenntnis der gelebten Eigenverantwortung: nicht jammern – handeln

4) Der Weg der Meditation, der über den Umgang mit sich selbst und anderen, die körperlichen Übungen für einen gesunden Körper, das Energielenken über den Atem, das Zurückziehen der Sinne und der bewusst gewählten Ausrichtung der Gedanken führt.

 

5) Ein neues Bewusstsein über einen selbst entsteht und räumt innerlich mal so richtig auf (das kann leider auch anstrengend werden…) Man hat erkannt, dass man immer eine Wahl im Leben hat.

6) Unterstützung auf dem Weg durch einen Yogalehrer oder mit einem Geistigen Heiler (kleiner Turbo-Booster)

7) Ich nehme nochmals das EIGENVERANTWORTLICHE HANDELN, das nach dem Erkennen zu folgen hat, um das neue, tatsächliche Sein auch wirklich zu leben. Kein wirklich bewusster Lehrer wird Ihnen sagen, was Sie zu tun oder zu lassen haben. Das höchste ethische Gebot ist der freie Wille, der immer eingehalten werden muss, denn jeder kann nur sein eigenes Leben leben!

Es fehlt noch das wichtige Thema Karma, um alles abzurunden. Es wird in den nächsten Wochen kommen.

Na, immer noch genervt sitzend in der kuscheligen Komfortzone und Scheu diese zu verlassen…?

Hopp hopp jetzt aber!

… raus aus der Komfortzone – rein in die Freiheit!

 Herzliche Grüße

 Nikola Knecht

By |2018-10-16T21:25:44+00:00September 16th, 2018|GEISTIGES HEILEN|0 Comments

Leave A Comment