Ich habe keinen Fernseher, höre nachrichten- und werbefreies Digitalradio, lese keine Zeitungen und doch bekomme ich immer noch reichlich Informationen. Fast zu viele, wie ich finde, denn die meisten sind irr(e)relevant.

Vor etwa zwei Jahren bin ich zu Facebook, da meine Verlegerin meinte, ich müsse das tun. Hab ich gemacht und sie hatte auch Recht, wenn ich mir nur darauf beschränke, wenn es um mein Buch geht. Alles andere ist meist – sorry – total bescheuert in Facebook.

Die einzige Akzeptenz, neben meinem Auftreten als Autorin, von Facebook für mich ist, dass ich so an Informationen über meine „Randsportgruppe“ komme, da darüber selten in den öffentlichen Medien berichtet wird. Hier kann ich jedoch einiges an Info´s bekommen und das auch noch weltweit. Aber es handelt sich um Sport, also etwas relativ harmloses und nichts, womit man Stimmung oder Meinung gegen andere machen kann, sowie Angst streut und verbreitet.

Anfänglich hatte ich auf Facebook auch Nachrichtenportale abonniert. Jedoch machte mich das zunehmen irre, denn sie sind meist irr(e)relevant für mich. All die Dramen und Manipulationen, das Nachrichten-Framing und die zunehmenden entstehenden unterschiedlichen Meinungslager für vermeintlich „gut“ und „böse“ nehmen für mich einen Auswuchs an, der für mich nicht mehr zu ertragen ist. Dazu kommt, dass die Masse und die Schnelligkeit an Informationen für mich einfach nicht mehr zu händeln ist. Ich kann noch schlechter mit Fakten prüfen, was denn nun tatsächlich wahr ist und was nicht. Was ist überhaupt Wahrheit?

Auch kann ich beobachten, wie sich mir persönlich bekannte Menschen, die ich an sich sehr schätze, allmählich in eine Meinungsrichtung entwickeln, die für mich persönlich nicht mehr nachvollziehbar ist. Ein zu viel an Informationen, auch aus alternativen Nachrichtenportalen, führt bei vielen offensichtlich in eine neue Denkstruktur, die sich in Richtung Verschwörungstheoretiker entwickelt. Es gibt interessante Dokumentationen über dieses Phänomen und die psychische Charakteristik, gepaart mit den jeweiligen Lebensumständen, lässt immer den gleiche Typ Mensch mit seinen Mustern dahinter erkennen…

Ich habe seit knapp einem Jahr eine ganz bewusste innere Einkehr für mich vollzogen. Das Ergebnis ist, dass ich mich noch mehr aus diesem Informationswahnsinn heraus nehme. Der Grund dafür ist einfach: es ist mir schlicht nicht möglich, die tatsächliche Wahrheit hinter all diesen Informationen zu erfahren. Es ist einfach nicht möglich.

Aber es gibt eine Wahrheit, die für alle gültig ist: LIEBE.

Schon meinen Kindern habe ich ganz früh beigebracht: was du nicht willst, dass man dir tut, das füge keinem anderen zu. Und danach lebe ich. Schon lange. Ich möchte Freundlichkeit, Empathie, respektvolles Miteinander. Ich versuche einfach möglichst wenig Schaden zu verursachen und das in all meinen Lebensbereichen (hatte ich schon in einem Blogartikel beschrieben).

Wenn wir uns alle an das Gebot der Nächstenliebe halten würden, sähe unsere Welt besser aus. Wie man das ganz konkret machen kann? Ich komme immer wieder zu dem Schluss, dass wir, als die Masse, es vollkommen über unseren Konsumwahn in der Hand haben und das schließt auch den Konsum von Information mit ein. Und wissen Sie, wo ich all das notwendige Wissen gefunden haben? In den alten Schriften des Yogas. Wissen Sie was das Problem bei all den alten, schlauen Büchern mit unschätzbaren Wissensgehalt ist? Es bedarf der eigenen Anstrengung und Veränderung für die Umsetzung. Und ist Ihnen schon aufgefallen, dass das kaum jemand macht? Alle wollen, dass sich die anderen ändern…

WANN BEGINNEN WIR ENDLICH UNS SELBST ZU ÄNDERN?

Herzlich Willkommen in der Freiheit

Nikola Knecht

PS: Selbstverständlich hat das Internet/Facebook usw. auch gute Seiten. Es ist wie mit Feuer: es kann mich wärmen, aber auch alles zerstören. Es liegt in MEINER Verantwortung mit dem Feuer zu umzugehen, dass es nützlich ist und nicht zerstört.

Bildquelle: PixaBay