Wenn Sie meinen Blog schon länger lesen, dann wissen Sie, dass ich nicht nur das Schöne und Tolle schreibe, sondern auch über die Hindernisse und Schwierigkeiten auf den Weg ins Glück. Denn es wäre einfach unseriös, wenn der Eindruck entstünde, dass es HUUUIIIII mit ein bisschen herzöffnender Übung das ganze Leben mit einem Fingerschnipps in „immer glücklich“ wandeln ließe.

Ich bin in täglicher Übung. Ja, ich brauche nicht mehr die anfängliche Hilfe der Erinnerung an eine glückvolle, erlebte Situation. Nach, was weiß ich wie vielen Jahren, bin ich darin trainiert. Aber ich muss auch jede Situation wieder ganz bewusst für mich mit meiner Intuition prüfen und mich dann ganz bewusst dafür entscheiden und ganz bewusst dafür die notwendigen Handlungen durchführen, damit das Glück dann auch in meinem Leben ist.

Gelegentlich habe ich Klienten, die sich mit der herzöffnenden Übung wirklich schwer tun. Sie können sich einfach nicht an eine so erfüllende Erfahrung erinnern, die ihnen spürbar eine körperliche Reaktion bietet.

In so einem Fall braucht es Vorarbeit. Hierfür hat sich bei meinen Klienten folgende Vorgehensweise bewährt, deren erste zwei Schritte ich heute beschreibe:

1) GLÜCKSTAGEBUCH SCHREIBEN: Die Aufgabe lautet JEDEN Tag mindestens DREI Augenblick am Abend in einen Kalender handschriftlich zu notieren, die sie am Tag erlebt haben. Das ist für manche Menschen wirklich schwierig. Erst wenn ich dann sage, dass z. B. auch das bewusste Beobachten einer Blume ein Augenblick des Glücks ist oder dem Singen der Vögel zu lauschen, fangen sie gaaaanz langsam an zu verstehen, was Glück alles sein kann. Das tägliche Schreiben richtet die Aufmerksamkeit wieder darauf, dass wir ständig von glücklich Machendem umgeben sind. Ständig. Wirklich. Sie müssen nur anfangen es zu registrieren und sich dessen bewusst werden.

2) DREI MAL TÄGLICH WÄHREND DEM TUN WAHRNEHMEN, OB ES EINEN GLÜCKLICH MACHT: Vielleicht benötigt man dazu einen Alarm im Handy, weil man sonst nicht daran denkt sich im Augenblick des Tuns bewusst zu werden. Oft setzen Menschen „glücklich sein“ mit „Erfolg haben“ gleich. Das ist gerade für Perfektionisten ein nicht zu erfüllendes Unterfangen! Bei dieser Übung geht es darum zu erkennen, ob das, was ich gerade mache, mich wirklich glücklich macht! Ich rede nicht von alltäglich Notwendigem wie Zähneputzen oder Händwaschen nach dem Klo! Mich macht in diesem Augenblick das Schreiben dieses Blogartikels wirklich glücklich. Wäre es nicht so, würde es keinen Blog mehr geben. Diesen Mut hätte ich 🙂 Im ersten Schritt geht es bei dieser Übung darin zu erkennen, sich bewusst zu machen, ob das, was ich tue, mich überhaupt glücklich macht.

Diese ersten beiden Übungen werden Ihnen aufzeigen, dass Sie ständig mit Glück umgeben sind, ja Sie sogar öfter, als Ihnen bewusst ist, Dinge tun, die Sie glücklich machen! Denn es geht nicht um das Ergebnis des Tuns sondern um Ihr SEIN während des Tuns.

Die weiteren Übungen folgen im nächsten Blogartikel. Bis dahin, denn es geht auch schon JETZT…

… herzlich Willkommen in der Freiheit

Nikola Knecht